"Finger weg von Österreichs Neutralität, Frau Gamon!"

Für VP-Vorarlberg und JVP Österreich-Spitzenkandidat zur EU-Wahl Christian Zoll machen die im ZIB2-Interview geäußerten Vorschläge von Neos-Kandidatin Claudia Gamon nur bedingt Sinn. Konkret bezieht er sich dabei auf Gamons Forderung, das österreichische Bundesheer abzuschaffen und in eine EU-Armee einzugliedern: „Sich auf europäischer Ebene um einen gemeinsamen Schutz der Außengrenzen zu bemühen, leuchtet im Sinne des europäischen Gedanken durchaus ein“, erklärt Zoll. „Dennoch dürfen wir die Neutralität Österreichs keineswegs als überholt ansehen und leichtfertig wegwerfen!“ 

Dem pflichtet auch der Vorarlberger Landtagspräsident und EU-Sprecher der Vorarlberger Volkspartei, Harald Sonderegger, bei: „Finger weg vom Bundesheer und Finger weg von der Neutralität! Um die Außengrenzen zu schützen, braucht es keine EU-Armee, sondern schlichtweg eine gute Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten auf militärischer Ebene. So können wir auch sicherstellen, dass Österreichische Soldaten nicht aktiv an Kampfhandlungen teilnehmen, aber im Katastrophenfall EU-weit helfen können.“

 

Hinzu komme, dass das Bundesheer in Österreich zahlreiche weitere Aufgaben hat, als den Grenzschutz, beispielsweise Katastrophenhilfe oder Einsätze im alpinen Höhenlagen: „Wie rasch unser Bundesheer hier reagieren kann und auch muss, haben die jüngsten Lawinengefahrenlagen in Österreich gezeigt. Unsere Soldaten werden hier gebraucht und nicht, wie von den Neos angedeutet wird, um gegen die USA, China oder Russland in den Krieg zu ziehen!“, steht für Christian Zoll außer Frage.