„Energieautonomie Europa“ nach Vorarlberger Vorbild

Der Vorarlberger EU-Spitzenkandidat Christian Zoll und Christian Gantner, Landesrat für Energieautonomie und Klimaschutz, sind überzeugt, dass Projekte wie „Energieautonomie Vorarlberg“ zeigen, wie Europa aktuellen Herausforderungen begegnen sollte.

„Wir müssen in Sachen Klima- und Umweltschutz jetzt dringend handeln und uns dieser Verantwortung bewusst stellen“, betont der junge Kandidat der Vorarlberger Volkspartei, Christian Zoll anlässlich des Europatages am 9. Mai. „Sonst werden wir den Kampf um eine lebenswerte Zukunft für die kommenden Generationen nicht mehr gewinnen. Die #fridaysforfuture-Proteste Hunderttausender junger Menschen rund um den Globus mahnen, dass es längst an der Zeit ist, nicht mehr nur darüber zu reden, sondern auch auf europäischer Ebene wirklich etwas zu tun.“

Die Ende 2018 in einer Vorarlberger Zeitung erschienene, mehrteilige Serie „Üser subers Ländle“ habe kürzlich eindrucksvoll gezeigt, wie Klima- und Umweltschutz in Vorarlberg gelebt wird. „Dieses Bewusstsein und Engagement wollen wir über die Grenzen von Vorarlberg hinaus nach Europa tragen und so der Vision von einem energieautonomen Europa bis 2050 den Weg bereiten“, ergänzt Zoll. „Die Abkehr von fossilen Energieträgern ist unerlässlich für unser Klima und macht uns außerdem weniger abhängig von Gas aus Russland.“

Landesrat Christian Gantner, zu dessen Ressorts unter anderem auch die Bereiche Energieautonomie und Klimaschutz gehören, verweist auf die richtungsweisenden Schritte, die im Ländle bereits gemacht werden: „Das Ziel, Vorarlberg 2050 rein aus erneuerbaren Energieträgern zu versorgen, ist ein sehr ambitioniertes. Genau solche Ziele müssen aber auch von den EU-Mitgliedstaaten konsequent verfolgt werden. Das Ländle gilt hier national wie international, vor allem im Bereich der energieeffizienten Gemeinden (e5), der „MissionZeroV“ und des hohen Anteiles an Solar- und Fotovoltaikanlagen sowie Passivhäusern als Vorbildregion und leistet wichtige Pionierarbeit. Die Energieautonomie hilft nicht nur der Umwelt, sie stärkt auch die Eigenständigkeit und macht uns unabhängig von Importen. Darum brauchen wir auch in Brüssel Vorarlberger wie unseren Christian Zoll, damit solche Entwicklungen international Schule machen und sich so in einem viel größeren Ausmaß auswirken können.“ Weitere Vorarlberger Projekte für Klima und Umwelt seien unter anderem das Mobilitätskonzept Vorarlberg 2019, das Raumbild Vorarlberg 2030, die Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft Leben“ oder auch die „Marke Vorarlberg“.

Wie wichtig hier ein gemeinsames Vorgehen ist, wurde auch im Rahmen der aktuellen Stunde im Vorarlberger Landtag am Mittwoch deutlich.

Nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel, sondern auch beim Thema Plastik nimmt Vorarlberg eine wichtige Rolle ein. Der global tätige Kunststoffproduzent Alpla mit Hauptsitz in Hard hat sich beispielsweise das ambitionierte Ziel gesteckt, bis 2025 zur Gänze auf recyclingfähige Verpackungslösungen umzustellen. „Dass ein Weltkonzern wie Alpla hierbei vorbildlich und proaktiv für einen Wandel sorgen möchte, beweist, dass sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung bewusst ist “, erklärt Christian Zoll. „Dieses Bewusstsein möchte ich zusammen mit dem entsprechenden Handlungswillen auch im Europäischen Parlament verkörpern und mich auch für mehr Investitionen für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich einsetzen. Denn bei allem gelebten Klima- und Umweltschutz im Ländle müssen wir uns dennoch bewusst sein, dass Vorarlberg hier alleine nicht viel ausrichten, sondern nur eine Vorreiterrolle einnehmen kann, weil bei solchen Themen internationale Maßnahmen gefordert sind.“